Informationen
zur Lactoseunverträglichkeit und Verwendung in
unseren Produkten. Lactose
ist Milchzucker, der in der Milch von Säugetieren enthalten
ist. Laktose gehört zu der Gruppe der Disaccharide (Zweifachzucker).
Er wird in der Lebensmittelherstellung hauptsächlich
als Nährstoff, Trägerstoff und Geschmacksverstärker
eingesetzt. Verwendung
bei der Metzgerei Koch findet er in:
Rohwurstprodukten: Haussalami, Rauchwurzen, Luftgetrocknete
Salami im Ring, Mettwurst fein, Mettwurst grob, Zwiebelmettwurst. Laktose
wird eingesetzt, um die Reifung und Fermentation der
Wurst voranzutreiben. Mikroorganismen in der Rohwurst,
die für
die Reifung und Festigung der Wurst verantwortlich sind,
spalten die Laktose in ihre beiden Bestandteile Galaktose
und Glukose (Traubenzucker). Im fertigen Endprodukt sind
nach Reifung und Festigung nur noch wenige Disaccharide
(u.a. Laktose) enthalten.
Denkbar ist auch der Einsatz anderer Zucker wie z.B.
Dextrose oder Saccharose, jedoch werden diese von den
Mikroorganismen in der Rohwurst zu schnell abgebaut.
Die Folge wäre eine
übersäuerte Rohwurst.
Alle anderen Brüh-, Koch- und Rohwurstprodukte aus unserer
Produktion sind lactosefrei.
Auch Rohwürstchen wie Pfefferbeisser und Landjäger
werden ohne Lactose hergestellt.
Hintergundinformation Lactoseintoleranz Zirka
10-15 Prozent der Deutschen haben eine Lactoseintoleranz.
Ursache für die Unverträglichkeit ist der Mangel
des Enzyms Lactase, das üblicherweise den Milchzucker
spaltet. Fehlt dieses Enzym, kann der Milchzucker nicht von
der Darmwand in den Körper aufgenommen werden. Als Folge
entstehen Völlegefühl, Blähungen, Bauchschmerzen
und andere Beschwerden. Die Milchzuckerunverträglichkeit
kann nicht ursächlich behandelt werden, sie kann jedoch
in ihren Auswirkungen auf ein Minimum beschränkt werden.
Die
meisten Personen mit Lactoseintoleranz vertragen kleine Mengen
Milchzucker ohne Beschwerden. Die Betroffenen müssen
selber herausfinden, welche Mengen Milchzucker sie verzehren
können. Es wurde auch festgestellt, dass milchzuckerhaltige
Produkte besser vertragen werden, wenn sie mit anderen Speisen
zusammen gegessen werden. Physiologischer
(natürlicher) Lactasemangel: Bei allen Kindern wird dieses
Verdauungsenzym normalerweise in ausreichender Menge produziert.
Mit zunehmendem Alter verringert sich die erzeugte Lactasemenge
jedoch je nach Weltregion unterschiedlich: Während z.B.
ein Großteil der erwachsenen asiatischen Bevölkerung
keine Milchprodukte mehr verträgt, bereitet in nördlichen
Bereichen (bei den meisten Bewohnern Europas und des nahen
Ostens oder Menschen europäischer/nahöstlicher Abstammung)
die Milchzuckeraufnahme meistens bis ins hohe Alter keine
Probleme. Der Grund hierfür liegt in einer autosomal-dominant
vererbten Mutation an der Stelle 13910 des LCT-Allels auf
dem 2. Chromosom. Bitte
verwechseln Sie nicht Allergie mit Unverträglichkeit.
Als eine Allergie wird eine überschießende und unerwünschte
heftige Abwehrreaktion des Immunsystems auf bestimmte und
normalerweise harmlose Umweltstoffe (Allergene) bezeichnet,
auf die der Körper mit Entzündungszeichen und der
Bildung von Antikörpern reagiert (Antigen(Allergen)-Antikörper-Reaktion). Bei
der Lebensmittelunverträglichkeit kann der Körper
aufgenommene Bestandteile nicht verwerten. Im Falle der Milchzuckerunverträglichkeit
(Milchzuckerintoleranz) können die beiden Zuckermoleküle
nicht getrennt werden, da dem Körper das Enzym Laktase
zur Aufspaltung fehlt. Anders als bei der Allergie sind die
Beschwerden bei der Intoleranz nicht auf eine Abwehrreaktion
des Körpers zurückzuführen, sonder auf die
bakterielle Tätigkeit im Darm. Darmbakterien nehmen den
ungespaltenen Milchzucker auf und vergären diesen. Dadurch
entstehen Gase, die die Syptome (Blähungen, Durchfall
und Bauchschmerzen) verursachen. Abschließend
gesagt, ist hier die Unverträglichkeit auf einen Enzymmangel
(Laktase) im Körper des Betroffenen zurückzuführen.
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